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10 Dinge, die Sie über Baufinanzierung wissen sollten - Teil 1

Sie haben sich für eine eigene Immobilie entschieden. Glückwunsch! Doch bei der Finanzierung Ihres zukünftigen Eigenheims gibt es Einiges zu beachten und viele Fragen wollen beantwortet werden: Welche Formen der Baufinanzierung gibt es; wie wichtig ist mein Eigenkapital und was passiert bei vorzeitiger Kündigung des Darlehensvertrags? Wir helfen Ihnen, einen Überblick zu erhalten und sich optimal auf diese Lebensinvestition vorzubereiten.

1. Welche Finanzierungsformen gibt es?

Der Artenreichtum von Immobilien steht der Vielfalt ihrer Finanzierungsmöglichkeiten in nichts nach. Daher stellt sich zunächst die Frage: Welche Darlehens- und Finanzierungsformen gibt es eigentlich? – Diese lassen sich grob in drei Arten einteilen: Annuitätendarlehen, Tilgungs- oder Abzahlungsdarlehen und Fälligkeitsdarlehen.

2. Was ist ein Annuitätendarlehen?

Die in Deutschland am meisten genutzte Darlehensform ist das sogenannte Annuitätendarlehen. Hierbei wird über die gesamte Kreditlaufzeit eine konstante Kreditrate (Annuität) gezahlt. Diese Kreditrate besteht wiederum aus zwei wesentlichen Komponenten – dem Tilgungs- und dem Zinsanteil. Zu Beginn der Laufzeit ist der Tilgungsteil gering, die Zinsen dafür höher. Mit der Zeit werden die Zinsen weniger ,während die Tilgungsrate steigt. Mit jeder Rate wird ein Teil der Restschuld getilgt, sodass sich der Zinsanteil zugunsten des Tilgungsanteils reduziert. Eine hohe Planungssicherheit und die Tatsache, dass es kein Zinsrisiko gibt, sind die überwiegenden Vorteile dieser Form der Immobilienfinanzierung. Dies lohnt sich besonders für Kreditnehmer, die ihre Immobilie selbst nutzten, weil sie den Tilgungsverlauf festlegen können und dadurch kein Zinsrisiko eingehen müssen.

3. Was ist ein Tilgungsdarlehen?

Eine weitere, häufig verwendete Form ist das sogenannte Tilgungs- oder Abzahlungsdarlehen. Hierbei wird zu der über die gesamte Laufzeit konstant bleibenden Tilgungsrate der monatliche Zinsanteil addiert. Auf diese Weise sinken die Zinsen kontinuierlich und dadurch verringert sich mit der Zeit auch die Gesamtrate. Charakteristisch für diese Form sind die variablen monatlichen Raten. So sinkt zwar die monatliche Belastung für den Kreditnehmer, doch können gerade zu Beginn der Laufzeit hohe Raten entstehen.

4. Was ist ein Fälligkeitsdarlehen?

Bei der dritten Form, dem sogenannten endfälligen oder auch Fälligkeitsdarlehen, zahlt der Kreditnehmer über die gesamte Laufzeit lediglich die Darlehenszinsen. Der Zinssatz kann je nach Vertragsgestaltung variabel oder fest sein. Als Ersatz für die Tilgung werden oft Ansprüche aus privaten Renten – oder Kapitallebensversicherungen, sowie Bausparverträgen oder Investmentfonds vereinbart. Diese separat angesparten Kapitalanlagen werden sodann bei Fälligkeit zur Darlehensrückführung verwendet. Dies ist mehr für Kapitalanleger, als für Eigennutzer interessant, da die Schuldzinsen steuerlich geltend gemacht werden können.

5. Woher bekomme ich eine Baufinanzierung?

Die vielfältigen Kredit- und Darlehensformen führen zwangsläufig auch zu einer Fülle an Anbietern für Baufinanzierungen. Führend sind an dieser Stelle neben Privat- und Hypothekenbanken auch Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften. Zwischengeschaltete Finanzierungsvermittler und Makler kassieren zwar häufig Provisionen, bieten aber oft auch bessere Konditionen als die Hausbank. Die Angebote verschiedener Banken gilt es in jedem Fall zu vergleichen.

Noch nicht alle Fragen beantwortet? – Hier kommen Sie zu 10 Dinge, die Sie über Baufinanzierung wissen sollten - Teil 2.

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