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Bauen oder Kaufen – das ist hier die Frage

Die Entscheidung, ein Haus zu bauen oder zu kaufen, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Wohnbedürfnisses, sondern oft auch eine Frage der Finanzierung und der individuellen Lebensplanung. Und ganz gleich ob Sie kaufen oder bauen – ein Haus ist eine langjährige Investition und sollte daher gut überlegt sein.

Der Neubau

Als Bauherr sind Ihnen bei der Gestaltung Ihres Eigenheims zunächst keine Grenzen gesetzt – von Ihren finanziellen Möglichkeiten und den örtlichen Bauvorschriften einmal abgesehen. So können Sie bereits auf dem Papier eventuelle familiäre Veränderungen und Interessen berücksichtigen, welche letztlich nach Ihren Vorstellungen realisiert werden. Doch unterschätzen Sie nicht den oft monatelangen Bauprozess und die Möglichkeit, eventuelle Gebäudeschwächen erst nach Beendigung der Bauzeit zu entdecken. Deren Beseitigung kann dann unter Umständen mit erheblichen Kosten verbunden sein. Lesen Sie zum Thema Baufinanzierung mehr in: 10 Dinge, die Sie über Baufinanzierung wissen sollten.

Das Bestandsgebäude

Mit Stuckdecken, Fachwerkbalken und Klinkerfassade überzeugen Altbauwohnräume mittlerweile nicht nur Nostalgiker. Doch der Charme von historischem Wohnambiente hat seinen Preis. Versteckte Baumängel, eine marode Bausubstanz und in den meisten Fällen eine mangelhafte Energieeffizienz sind oft Eigenschaften älterer Häuser. Zwar ist eine Modernisierung grundsätzlich möglich, dafür aber oft mit hohen und unüberschaubaren Kosten verbunden. Bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden erhält der Eigentümer zwar möglicherweise Steuererleichterungen, muss aber jegliche Um- und Ausbaumaßnahmen sorgfältig mit dem Denkmalschutzamt absprechen.

Was Sie in jedem Fall beachten sollten

Gleichgültig ob Sie sich für einen Altbau oder einen Neubau entscheiden, behalten Sie ein Auge auf die Lage und die Nachbarschaft. Während Neubaugebiete oft außerhalb und damit auch abseits von Ausbildungsstätten, sowie Service- und Einkaufseinrichtungen liegen, befinden sich Altbauten meist in etablierten Stadtvierteln mit einer gewachsenen Infrastruktur. Bedingt durch den demographischen Wandel haben solche Lagen oft auch eine gute Aussicht auf Wertsteigerung der dort befindlichen Immobilien.

Machen Sie sich bewusst, dass ein Leben im Altbau oft mit höheren Energiekosten verbunden ist. Bei Neubauten wird hingegen bereits in der Planungsphase moderne Heiztechnik, eine effiziente Isolierung, sowie die Nutzung erneuerbarer Energien berücksichtigt, um den optimalen energetischen Standard des Gebäudes sicherzustellen.

Wenn es um das Thema Finanzierung geht, so liegt der Kaufpreis älterer Häuser meist deutlich unter den Kosten für einen Neubau, jedenfalls bei vergleichbarer Lage. Doch wirft man einen Blick auf die laufenden Kosten, so ist der Neubau zweifellos im Vorteil. Die Modernisierung der Wärmedämmung, der Austausch von Heizung oder Installationsleitungen sollte bei älteren Gebäuden nicht unterschätzt werden. Während ältere Bestandsbauten also regelmäßigen Sanierungsbedarf haben, sollten beim Neubau in den ersten Jahren in der Regel keine weiteren Baumaßnahmen anfallen. Nichtsdestotrotz ist gerade die Bauphase mitunter mit einer hohen wirtschaftlichen Belastung verbunden. So beispielsweise wenn neben der Miete für die bisherige Wohnung auch schon Zinsen für die Baufinanzierung des Neubaus gezahlt werden müssen.

Apropos Baufinanzierung, hier finden sie eine Liste der 10 Dinge, die sie über Baufinanzierung wissen sollten.

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