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Ordentliche Kündigung

Rechtssichere fristgemäße Kündigung von Arbeitsverhältnissen
Für die Kündigung durch den Arbeitgeber
Fehlerfreies Kündigungsschreiben
Viele Informationen und Hinweise
Die ordentliche Kündigung ist für den Arbeitgeber (und auch den Arbeitnehmer) die Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis zu beenden, wenn es an allen Ecken und Enden hapert und eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers nicht mehr sinnvoll erscheint. Damit eine solche Kündigung auch wirksam ist, müssen u. a. unbedingt die Kündigungsfristen beachtet werden. Doch auch beim Kündigungsschreiben selbst sind einige Besonderheiten zu beachten. Die richtige Formulierung ist vor allem auch wichtig, um in einem ggf. drohenden Kündigungsschutzprozess nicht schon durch ungenaue Formulierungen oder andere Fehler im Kündigungsschreiben all seine Trümpfe verspielt zu haben. Darf ich überhaupt kündigen (Kündigungsschutz) und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt? Was muss ich schreiben, wenn ein Betriebsrat besteht? Wie muss dieser am Verfahren beteiligt werden und gehören die Kündigungsgründe mit hinein?

Wir lassen Sie mit diesen Fragen nicht allein! Erstellen Sie mit unserer Hilfe eine rechtssichere Kündigung. Beantworten Sie laienverständliche Fragen und erhalten als Ergebnis Ihr passgenau formuliertes Kündigungsschreiben.
Was ist eine Kündigung?
Mit einer Kündigung soll das bestehende Arbeitsverhältnis beendet werden. Sie wird einseitig, d. h. entweder vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer erklärt.
Was ist eine ordentliche Kündigung?
Eine ordentliche (bzw. fristgemäße) Kündigung bezeichnet im Arbeitsrecht eine einseitig empfangsbedürftige Erklärung mit dem Ziel ein bestehendes Arbeitsverhältnis unter Beachtung einer bestimmten Frist zu beenden. Sie beendet das Arbeitsverhältnis also nicht sofort, sondern zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Tag. Sie kann sowohl seitens des Arbeitgebers als auch vom Arbeitnehmer ausgesprochen werden. Für beide Seiten empfiehlt es sich vor Ausspruch bzw. nach Erhalt einer Kündigung rechtlichen Rat zu holen. Dies gilt bei Arbeitgebern insbesondere für den Ablauf des gesamten Kündigungsprozesses und die Formulierung des Kündigungsschreibens. Für Arbeitnehmer ist dies wichtig, da eine etwaige Kündigungsschutzklage innerhalb einer relativ kurzen Frist von drei Wochen nach Zugang der Mitteilung über den Jobverlust erhoben werden muss.

Ein Arbeitgeber muss ggf. den besonderen oder allgemeinen Kündigungsschutz des Arbeitnehmers beachten. Dann sind spezielle Gründe erforderlich. Unterliegt ein Arbeitnehmer dem allgemeinen Kündigungsschutz, dann kann die Kündigung nur auf die drei Gründe gestützt werden, die das KSchG zulässt. Danach muss die Kündigung durch Gründe, die in der Person des Arbeitnehmers oder in seinem Verhalten liegen oder aufgrund betrieblicher Erfordernisse gerechtfertigt sein. Dem besonderen Kündigungsschutz unterliegen z. B. Betriebsräte, schwangere oder schwerbehinderte Arbeitnehmer.
Wie lang sind die gesetzlichen Kündigungsfristen?
Die gesetzlichen Kündigungsfristen für Arbeitsverhältnisse ergeben sich in der Regel aus § 622 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Für Kündigungen durch den Arbeitnehmer gilt eine Frist von 4 Wochen zum 15. oder Monatsende.

Für Kündigungen durch den Arbeitgeber gelten verschiedene Fristen in Abhängigkeit von der Dauer des Arbeitsverhältnisses:
• Bei einer Dauer von bis zu zwei Jahren: 4 Wochen zum 15. oder Monatsende,
• Bei einer Dauer von über 2 Jahren: 1 Monat zum Monatsende,
• Bei einer Dauer von über 5 Jahren: 2 Monate zum Monatsende,
• Bei einer Dauer von über 8 Jahren: 3 Monate zum Monatsende,
• Bei einer Dauer von über 10 Jahren: 4 Monate zum Monatsende,
• Bei einer Dauer von über 12 Jahren: 5 Monate zum Monatsende,
• Bei einer Dauer von über 15 Jahren: 6 Monate zum Monatsende und
• Bei einer Dauer von über 20 Jahren: 7 Monate zum Monatsende.

Besondere Kündigunsfristen sind zudem im Schwerbehindertenrecht (SGB IX), Seemannsgesetz (SeemG), Heimarbeitsgesetz (HAG) und in der Insolvenzordnung (InsO) vorgesehen.
Wie erkläre ich die Kündigung?
Eine Kündigung kann ihre Wirksamkeit immer erst entfalten, wenn sie dem Empfänger erklärt wurde. Insbesondere für Arbeitgeber sei empfohlen, das Kündigungsschreiben immer unter Zeugen und persönlich an den zu kündigenden Arbeitnehmer zu überreichen. Wenn möglich lassen Sie sich die Übergabe der Kündigung unter Angabe von Ort und Zeit der Übergabe durch eine Unterschrift vom Arbeitnehmer quittieren. Ist nur der Postweg möglich, so sollten Sie die Sendung in jedem Fall per Einschreiben versenden.
Muss eine Kündigung schriftlich sein?
Zur Beantwortung dieser Frage kann am besten einfach das Gesetz zitiert werden. Dieses besagt in § 623 BGB: "Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen."
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