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Unterliegen zinslose Privatdarlehen der Schenkungssteuer?

Ja! - Darlehen, die zinslos gewährt werden unterliegen der Schenkungssteuer. Der Gesetzgeber definiert Schenkungen als jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird. Die Finanzgerichte argumentieren, dass dem Darlehensempfänger die Nutzungsmöglichkeit des Kapitals geschenkt wird. Die Steuer entsteht mit der zinslosen Überlassung des Geldes.

Aber - es gibt bestimmte Steuerfreibeträge. Diese orientieren sich am Grad der persönlichen und verwandtschaftlichen Beziehung der Vertragspartner untereinander (§ 16 ErbStG). Der Betrachtungszeitraum für die Freibeträge liegt bei 10 Jahren. Bei Überschreiten der Freibeträge ergibt sich die Höhe der Steuer aus § 19 ErbStG.

Wenn Sie also eine größere Summe Geld an Kinder, nähere Verwandte oder Freunde und Kollegen zinslos verleihen, behalten Sie lieber die steuerrechtlichen Aspekte im Auge.

Darlehensvertrag für Privatpersonen

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