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Ihre persönliche Checkliste: Anträge und Behördengänge nach der Geburt Ihres Kindes

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Familienzuwachs! Doch was Sie jetzt erwartet ist nichts für müde Eltern: Viele Behördengänge zu unterschiedlichen Ämtern, dazu eine große Anzahl komplizierter Anträge mit unüberschaubaren Fristen. Da verliert man schnell den Überblick. Wir haben eine Checkliste für Sie erstellt, damit Sie Ihre Zeit und Energie Ihrer Familie und nicht der Bürokratie widmen können.

Geburtsurkunde

Das erste und wichtigste Dokument Ihres Kindes ist die Geburtsurkunde. Binnen einer Woche sollten Sie diese bei Ihrem zuständigen Standesamt oder im Krankenhaus beantragen. Für den Antrag benötigen Sie die Geburtsbescheinigung der Klinik, Ihres Arztes oder von der Hebamme, Ihren Personalausweis (ersatzweise Reisepass) und eine Heiratsurkunde. Unverheiratete Paare benötigen neben ihren Personalausweisen, die Geburtsurkunde der Mutter und eventuell eine Vaterschaftsanerkennung. Wichtige Informationen zum Thema Vaterschaftsanerkennung finden Sie hier.

Krankenversicherung

Sie sollten Ihr Kind auch so früh wie möglich bei der Krankenkasse anmelden, damit es krankenversichert ist. Dies ist bei der Krankenkasse eines berufstätigen Elternteils beziehungsweise des Hauptverdieners möglich. Dem Antrag, entweder für eine eigene oder die Erweiterung der Familienversicherung, fügen Sie die Geburtsurkunde des Kindes bei. Innerhalb weniger Wochen erhalten Sie für Ihr Kind dann auch die eigene Versicherungskarte.

Einwohnermeldeamt

Sie müssen Ihr Kind nun beim Einwohnermeldeamt Ihres Wohnortes melden. Dort erhalten Sie dann auch einen Bestätigung auf Ihrer Lohnsteuerkarte. Für die Anmeldung benötigen Sie Ihren Personalausweis (ersatzweise Ihren Reisepass), sowie die Geburtsurkunde des Kindes. Und wenn Sie schon beim Einwohnermeldeamt sind, dann können Sie dort auch sogleich den Kinderreisepass beantragen. Hierfür benötigen Sie ein den Anforderungen entsprechendes, biometrisches Lichtbild Ihres Kindes.

Elternzeit

Die Elternzeit beantragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber bis spätestens sieben Wochen bevor die geplante Elternzeit beginnen soll. Aus dem formlosen, schriftlichen Antrag muss die Dauer der Elternzeit hervorgehen.

Elterngeld

Als nächstes sollten Sie Elterngeld beantragen. Dies ist ab dem Tag der Geburt, jedoch bis spätestens drei Monate danach, möglich. Die zuständigen Elterngeldstellen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Welche Stelle für Sie zuständig ist, finden Sie auf den Internetseiten des Bundesfamilienministeriums. Ihrem Antrag fügen Sie die Geburtsurkunde des Kindes, die Bescheinigung Ihrer Krankenkasse über das Mutterschaftsgeld, eventuell die Bescheinigung des Arbeitgebers über seine Zuzahlungen zum Mutterschaftsgeld, darüber hinaus Ihre Einkommenserklärung oder Lohn- beziehungsweise Gehaltsnachweise der letzten zwölf Monate vor der Geburt bei. Vergessen Sie nicht, dass beide Elternteile den Antrag unterschreiben müssen, da dieser ansonsten unwirksam ist.

Das Wichtigste auf einen Blick zum Thema Elterngeld

Kindergeld

So früh wie möglich, aber spätestens bis zu Beginn des vierten Lebensjahres, sollten Sie bei der Familienkasse der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit Kindergeld beantragen. Hierzu brauchen Sie den Vordruck des Amtes, erhältlich beim Amt selbst oder im Internet, sowie die Geburtsurkunde Ihres Kindes.

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