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Mutterschutz – 10 wichtige Fragen für Sie beantwortet Teil 1

Arbeiten und Geld verdienen, dabei gleichzeitig eine Familie gründen und Mutter sein lassen sich verbinden. Das ist zwar oft nicht einfach, aber besonders berufstätige Frauen und werdende Mütter genießen besondere Rechte am Arbeitsplatz. Welche Rechte das im Einzelnen sind und was Sie tun müssen, um an Ihr Recht zu gelangen sagen wir Ihnen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Mutterschutz, damit Sie sich auf wichtigeres konzentrieren können: Ihre Familie.

1. Was ist gesetzlicher Mutterschutz?

Die Rechte werdender Mütter und die Plichten ihrer Arbeitgeber sind im sogenannten Mutterschutzgesetz (MuSchG) geregelt. Ziel ist ein breiter, gesundheitlicher, aber auch ein finanzieller Schutz von Mutter und Kind in den Wochen vor und nach der Geburt. Es soll verhindert werden, dass Schwangere berufliche oder finanzielle Nachteile befürchten müssen, wenn sie sich für ein Kind und Familie entscheiden: So schützt das Mutterschutzgesetz schwangere Frauen vor einer Kündigung oder einer zeitweisen Kürzung ihres Einkommens.

2. Wer kann Mutterschutz in Anspruch nehmen?

Die Regelungen des Mutterschutzgesetzes gelten für Frauen im Angestelltenverhältnis. Das beinhaltet auch Minijobs (Geringverdienerinnen), Teilzeitangestellte, Auszubildende und Heimarbeiterinnen. Ausgeschlossen sind jedoch Hausfrauen und Studentinnen sowie Selbständige. Eine deutsche Staatsangehörigkeit ist übrigens nicht notwendig. Liegt der Arbeitsplatz in Deutschland, so gilt auch das deutsche Mutterschutzgesetz.

3. Ab wann kann ich Mutterschutz in Anspruch nehmen?

Grundsätzlich sollten Sie Ihrem Arbeitgeber so früh wie möglich mitteilen, dass Sie schwanger sind. Denn nur ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme des Arbeitgebers greifen die gesetzlichen Schutzvorschriften. Verlangt der Arbeitgeber einen ärztlichen Nachweis über die Schwangerschaft, so müssen sie diesen erbringen. Fallen Kosten für jene Bescheinigung an, dann müssen diese wiederum vom Arbeitgeber getragen werden.

Ihr Arbeitgeber darf übrigens die Information, dass Sie schwanger sind, nicht an Dritte weitergeben. Eine Ausnahme hiervon ist die Mitteilung der Schwangerschaft an die staatlichen Arbeitsschutz- und Gewerbeaufsichtsämter. Je nach Branche muss die zuständige Aufsichtsbehörde von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden, um die Einhaltung gesetzlicher Schutzvorschriften im Betrieb zu kontrollieren.

4. Welche Rechte erhalte ich durch das Mutterschutzgesetz?

Ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Schwangerschaft ist Ihr Arbeitgeber zur Einhaltung der Mutterschutzfrist verpflichtet. Diese beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. Während dieser Zeit ist der Arbeitgeber auch zu Lohnfortzahlung verpflichtet.

Ein weiterer Vorteil des Mutterschutzgesetzes ist der Kündigungsschutz während der Schwangerschaft und bis zu vier Monaten nach der Geburt. Ihr Arbeitgeber darf während dieser Zeit auch nicht die Kündigung aussprechen, selbst wenn der Kündigungstermin erst nach diesen vier Monaten liegt. Nimmt die Mutter nach der Geburt auch Elternzeit in Anspruch, dann gilt der Kündigungsschutz bis zum Ablauf derselben fort.

5. Gibt es Ausnahmen beim Kündigungsschutz?

Leider ja. Ist die Firma bei der Sie beschäftigt sind insolvent oder muss der Betrieb zeitweise stillgelegt werden, dann können Sie unter Umständen trotz Schwangerschaft gekündigt werden. Eine Kündigung wegen Insolvenz ist jedoch nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde wirksam.

Sie wollen noch mehr zum Thema erfahren: Mutterschutz – 10 wichtige Fragen für Sie beantwortet Teil 2.

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