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Unterschiede Miet- und Untermietvertrag

Wie unterscheiden sich eigentlich ein Mietvertrag und ein Untermietvertrag voneinander? Gibt es überhaupt Unterschiede? Wenn ja, welche sind es? Um die beiden Verträge miteinander vergleichen zu können, muss man erst einmal wissen, was die Verträge überhaupt ausmacht.

Was ist ein Mietvertrag?

Ein Mietvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag zwischen dem Vermieter (dem Eigentümer des Mietobjekts) und dem Mieter. Dabei verpflichtet sich der Vermieter dazu, dem Mieter das Mietobjekt für die Mietzeit zur Nutzung zu überlassen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Mieter dazu dem Vermieter eine entsprechende Zahlung zu leisten. Zudem ist der Mieter schuldig, dass er dem Vermieter das Mietobjekt am Ende der Mietzeit in einem akzeptablen Zustand wiedergibt.

Was ist ein Untermietvertrag?

Ein Untermietvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag zwischen dem Mieter (dem Hauptmieter) einer Wohnung und einem Dritten, dem Untermieter. Der Hauptmieter kann entweder die gesamte Wohnfläche oder auch nur einen Teil bzw. Teile davon untervermieten. Er kann auch mit in der Mietsache wohnen bleiben. Dies ist ein häufiger Fall in einer Wohngemeinschaft, bei der nur einer die Wohnung vom Vermieter mietet und an die Mitbewohner untervermietet. Die Rechte und Pflichten im Untermietvertrag entsprechen denen aus dem Mietvertrag. Zwischen Vermieter und Untermieter besteht jedoch keine direkte Beziehung.


Einen Untermietvertrag darf man nicht mit der bloßen Gebrauchsüberlassung oder der Abtretung der Rechte aus dem Mietvertrag verwechseln.

Wo liegen die Unterschiede?

Es ist ja eigentlich schon gesagt: Es gibt keine großen Unterschiede zwischen den beiden Vertragsarten. Ein Untermietvertrag ist ein ganz normaler Mietvertrag mit dem einzigen Unterschied, dass er nicht direkt mit dem Eigentümer der Wohnung (Vermieter) geschlossen wird, sondern der Hauptmieter dazwischen geschaltet ist. Diese Dreieckskonstellation zieht dann natürlich Konsequenzen nach sich, wie z. B., dass der Vermieter im Haftungsfall nicht auf den Untermieter zurückgreifen kann sondern nur auf den Hauptmieter. Dieser hat dann wiederum einen Schadensersatzanspruch gegen den Untermieter.

Ansonsten unterscheiden sich die Rechte und Pflichten jedoch nicht voneinander, wodurch die Verträge im Prinzip gleich sind. Man kann deshalb sogar im Rahmen des Untermietvertrags auf den Mietvertrag Bezug nehmen.

Da ja eben keine Unterschiede zwischen den beiden Verträgen bestehen, bezeichnet man einen Mietvertrag deshalb als ein Mietverhältnis auf der 1. Stufe, ein Untermietvertrag dagegen als ein Mietverhältnis auf der 2. Stufe.

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