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Was Sie als Betreiber eines Online-Shops zum Thema Datenschutz wissen müssen

Warum muss ich als Shopbetreiber eine Datenschutzerklärung bereitstellen?

Gemäß § 13 des deutschen Telemediengesetzes (TMG) ist der Betreiber verpflichtet, den Kunden darüber zu informieren, wie mit seinen personenbezogenen Daten umgegangen wird. Dies beinhaltet den Umfang und den Zweck der Erhebung jener Daten sowie deren Verwendung. Will der Betreiber diese Daten an Dritte weitergeben, so muss der Kunde hierzu ausdrücklich einwilligen.

Was ist beim Umgang mit Kundendaten so wichtig?

Zunächst ist es schon aus Sicht des Marketings und der Kundenbindung hilfreich, wenn der Kunde auf einen seriösen Umgang mit seinen Daten vertrauen kann. Aber, und das wissen viele Händler oft nicht, gibt es auch gesetzliche Vorgaben im Bereich des Schutzes von Kundendaten, die eingehalten werden müssen. In diesem Zusammenhang ist z. B. eine Datenschutzerklärung auf Ihrer Homepage unerlässlich, denn jeder Onlineshop ermittelt persönliche Kundendaten, die oftmals auch unabhängig vom Bestellvorgang erhoben werden (z. B. über Cookies, Tracking Tools oder mittels Plugins von sozialen Netzwerken).

Was muss die Datenschutzerklärung beinhalten?

Bedauerlicherweise gibt es keine „Musterdatenschutzerklärung“. Relevant sind allerdings folgende Schwerpunkte:
  • • Daten die beim Besuch der Seite entstehen: Hierzu muss jeder Homepagebetreiber (also nicht nur Onlineshops) erklären, welche Daten gesammelt und für welchen Zweck genutzt werden.
  • • Bestelldaten: Kunden- und Bestelldaten, die immer dann anfallen, wenn jemand etwas in einem Onlineshop bestellt, müssen gesondert aufgeführt werden. Hierzu müssen Sie als Shop-Betreiber erklären, welche Daten beim Bestellvorgang gespeichert und zu welchem Zweck diese ggf. wieder- oder weiterverwendet werden. Bei bestimmte Zahlungsarten kann eine darüberhinausgehende Bonitätsanfrage notwendig werden und weitere Daten generieren, über deren Umgang Sie Ihre Kunden informieren müssen.
  • • Soziale Netzwerke, Plugins: Nutzen Sie als Shop-Betreiber soziale Netzwerke (like-Button von Facebook, Google+1 oder Twitter), dann werden die Daten Ihrer Kunden auch an diese Dienste übermittelt, unabhängig davon, ob Ihre Kunden z. B. einen Facebookaccount haben. Auch hierüber müssen Sie Ihre Kunden aufklären.
  • • Tracking Tools: Analysieren Sie das Nutzerverhalten auf Ihren Seiten (z. B. mittels Google Analytics oder Piwik), dann müssen Sie Ihre Seitenbesucher auf etwaige Nutzung hinweisen.

Was passiert, wenn ein Shop keine Datenschutzerklärung bereithält?

Ist eine Datenschutzerklärung in einem Onlineshop fehlerhaft oder gar nicht erst vorhanden, so kann der Shop-Betreiber wettbewerbsrechtlich abgemahnt werden.

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